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Hausärztinnen- und Hausärzteverband Nordrhein e.V.

Impfmanagement

Impfmanagement-Software gleicht den Impfstatus eines Patienten mit den geltenden Empfehlungen ab und zeigt, welche Impfungen fehlen.

Was ein Impfmodul leistet

Der Abgleich eines Impfausweises mit den STIKO-Empfehlungen ist Kleinarbeit: Welche Impfung liegt wie lange zurück, welcher Mindestabstand gilt, welche Auffrischung ist fällig, welche Indikationsimpfung kommt wegen einer Vorerkrankung hinzu.

Ein Impfmodul nimmt diese Arbeit ab und zeigt, was vorhanden ist, was fehlt und was demnächst fällig wird. Je nach Produkt erscheint der Status als Ampel. Das ist der eigentliche Grund für ein solches Modul. Je nach Produkt gehört ein Recallsystem dazu, das an fällige Impfungen erinnert.

Je nach Produkt verwaltet das Modul auch die Impfstoffe: Lagerbestand, Chargen und Verfallsdaten sowie das Einbuchen neuer Packungen. Einzelne Produkte führen zusätzlich das Temperaturprotokoll der Impfstoffkühlschränke.

Welche Empfehlungen zählen

Die STIKO-Empfehlungen sind die fachliche Grundlage. Ob eine Impfung für gesetzlich Versicherte bezahlt wird, entscheidet sich darüber hinaus auf Bundesebene in der Schutzimpfungs-Richtlinie.

Daneben gelten Regeln der Länder und der einzelnen Krankenkassen. Die Länder sprechen eigene öffentliche Empfehlungen aus, und jede Krankenkasse kann in ihrer Satzung weitere Impfungen übernehmen. In Sachsen etwa gehen die öffentlichen Empfehlungen des Landes über die STIKO hinaus, und jede Kasse entscheidet selbst, ob sie diese Impfungen bezahlt. Was davon in Ihrer Region und für welche Kasse gilt, erfahren Sie bei Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung.

Ein Modul, das nur die STIKO abbildet, lässt diese Prüfung in der Praxis. Beim Übertragen eines Papierhefts kommt ein zweiter Punkt hinzu. Prüft das System die alten Einträge auf Mindestabstände, zeigt es, welche dokumentierten Dosen einer Impfserie zählen. Prüft es sie nicht, bleibt diese Kontrolle beim Team.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Klären Sie zuerst, ob das Modul zur eigenen Praxissoftware gehört oder eigenständig läuft. Ein Modul des PVS-Herstellers ist in die Praxissoftware eingebunden, eine eigenständige Anwendung braucht eine Schnittstelle zum PVS oder doppelte Pflege. Beim Impfstatus fällt das ins Gewicht, weil der angezeigte Status nur so vollständig ist wie die erfassten Impfungen.

Danach entscheidet das Leistungsspektrum der Praxis. Wer Reisemedizin anbietet, braucht Reiseimpfungen mit Länderinformationen. Je nach Produkt geben Sie Reiseland und Reisedatum ein, und das System erstellt einen Reisebrief mit den Informationen zum Impfen. Wer Impfdaten an Surveillance- oder Forschungsvorhaben liefert, braucht einen strukturierten Export und nicht nur eine Praxisstatistik.

Zwei Punkte betreffen den Betrieb. Beim Einbuchen einer Packung liest je nach Produkt ein Scanner den 2D-Code, dann stehen Charge und Verfallsdatum ohne Abtippen im Bestand. Ohne Scanner werden diese Angaben von Hand erfasst. Je nach Produkt führt das System außerdem das Temperaturprotokoll der Impfstoffkühlschränke. Andernfalls führt die Praxis die Liste auf Papier, oder ein Medikamentenkühlschrank zeichnet die Temperatur selbst auf.

Software, die individuelle Impfempfehlungen ausspricht, kann ein Medizinprodukt sein, denn die europäische Medizinprodukteverordnung zählt die Verhütung von Krankheiten zu den medizinischen Zwecken. Ob sie eines ist, legt der Hersteller mit der Zweckbestimmung fest. Fragen Sie nach CE-Kennzeichnung und Klasse. Bei Klasse I ohne Messfunktion bewertet der Hersteller die Konformität selbst. Bei einer Messfunktion und ab Klasse IIa prüft eine Benannte Stelle mit.

Woran sich die Produkte unterscheiden

Nach genau diesen Kriterien lässt sich der Vergleich filtern.

  • Reiseimpfungen mit LänderinformationenSie geben Reiseland und Reisedatum ein, und das System erstellt einen Impfplan oder Reisebrief mit Hinweisen zum Reiseland.
  • STIKO, Schutzimpfungs-Richtlinie, Länderempfehlungen und SatzungsleistungenDie STIKO-Empfehlungen sind die fachliche Grundlage. Ob eine Impfung für gesetzlich Versicherte bezahlt wird, regeln die Schutzimpfungs-Richtlinie des G-BA und die Satzung der jeweiligen Krankenkasse. Die Länder sprechen zusätzlich eigene öffentliche Empfehlungen aus. Bildet das Modul nur die STIKO ab, hält die Praxis diese Regeln selbst nach.
  • Digitaler Impfpass per AppDer Patient sieht seine Impfdaten zusätzlich in einer App auf dem Smartphone. Den Impfausweis oder die Impfbescheinigung nach § 22 Infektionsschutzgesetz ersetzt die App nicht von selbst.
  • Prüft alte ImpfeinträgeBeim Übertragen eines Impfausweises prüft das System die alten Einträge, etwa auf Mindestabstände und Zulassung. Dokumentierte Dosen einer unvollständigen Impfserie zählen nur, wenn der Mindestabstand zwischen ihnen eingehalten wurde. Ohne diese Prüfung bleibt die Kontrolle beim Team.
  • Kühlschranktemperaturen werden dokumentiertDas System führt das Temperaturprotokoll der Impfstoffkühlschränke. Ohne diese Funktion führt die Praxis die Liste auf Papier, oder ein Medikamentenkühlschrank zeichnet die Temperatur selbst auf.
  • Impfdaten können für Register und Surveillance exportiert werdenDas System exportiert Impfdaten strukturiert für Impfregister, Surveillance oder Forschung und liefert nicht nur eine Praxisstatistik.
  • Als Medizinprodukt CE-gekennzeichnetDie Anwendung trägt als Medizinprodukt eine CE-Kennzeichnung, und der Hersteller nennt die Klasse. Bei Klasse I ohne Messfunktion bewertet der Hersteller die Konformität selbst. Bei einer Messfunktion und ab Klasse IIa prüft eine Benannte Stelle mit.
Grundfunktionen dieser Kategorie

Diese Funktionen hat jedes Produkt der Kategorie.

  • Impfstatus mit Hinweis auf fehlende Impfungen

Anbieter in dieser Kategorie

Alle 3 Produkte der Kategorie, dargestellt wie im Katalog.

Impfmodul Logo

Impfmodul

Impfplaner im Praxissystem mit Ampelanzeige des Impfstatus

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Auf Anfrage
Testphase
nicht angegeben
ImpfDocNE Logo

ImpfDocNE

Evidenzbasiertes Impfmanagement für die Praxis – von Impfexperten aus Haus- und Kinderarztpraxen konzipiert

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Ja
x.impfen Logo

x.impfen

In die medatixx-Praxissoftware integrierter Impfassistent — STIKO-aktuell, mit Impfplanung, Lager-/Kühlkettenverwaltung, Aufklärung und Meldung.

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Auf Anfrage
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Häufige Fragen

Ersetzt der digitale Impfpass den Impfausweis?

Eine App ersetzt den Impfausweis nicht von selbst. Nach § 22 Infektionsschutzgesetz wird jede Impfung im Impfausweis dokumentiert oder, wenn der Patient keinen vorlegt, in einer Impfbescheinigung. Elektronisch genügt die Bestätigung nur mit einer qualifizierten elektronischen Signatur oder einem qualifizierten elektronischen Siegel der verantwortlichen Person. Bietet ein Impfmodul eine Patienten-App an, ist sie ohne diese Bestätigung eine zusätzliche Ansicht für den Patienten.

Lohnt sich ein Impfmodul auch für eine kleine Praxis?

Ob sich ein Impfmodul für Ihre Praxis lohnt, prüfen Sie anhand Ihres Impfaufkommens und des Aufwands für Dateneingabe und Pflege. Wo regelmäßig geimpft wird, spricht der Recall für ein Modul, sofern das Produkt einen bietet. Nach einer Cochrane-Übersicht erhöhen Erinnerungs- und Recallsysteme in der Primärversorgung wahrscheinlich den Anteil der geimpften Patienten.

Wie kommen die Altdaten aus dem Papierheft ins System?

Das Team trägt die Einträge von Hand nach, sobald der Patient seinen Impfausweis mitbringt. Je nach Produkt prüft das System die erfassten Einträge dabei auf Impfabstände und Zulassung. Nötig ist das Nachtragen in jedem Fall, weil das System den Impfstatus nur aus erfassten Impfungen bestimmen kann.

Nächster Schritt

Passt das zu meiner Praxis?

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